Große Inspektion bei Minusgraden

Landes- und Kommunalpolitik lobte den Wellesweiler Schulgarten

 

In erster Linie ging es um Unterstützung finanzieller und logistischer Art. Umwelt-Staatssekretär Sebastian Thul und Landrat Sören Meng machten sich persönlich ein Bild vom Fortgang des Gartenprojekts der Alex-Deutsch-Schule auf dem Gelände des früheren Tennisclubs. Begleitet wurden sie vom Wellesweiler Ortsvorsteher Dieter Steinmaier und  Peter Weirich vom SPD-Ortsverein.

 

 

Ungeachtet frostiger Temperaturen fühlte sich der Besuch in der heimeligen Atmosphäre der mittlerweile erstaunlich gut ausgestatteten Gartenanlage ausgesprochen wohl. Folienkartoffeln in der Glut eines wärmenden Holzfeuers, darüber ein Topf mit Pfefferminztee aus eigener Produktion, sowie eine fröhlich gestimmte Schar von Mädchen und Jungen der Garten-AG bildeten den passenden Rahmen für entspannte Gespräche über sachliche und finanzielle Zuwendungen, die zur weiteren Ausgestaltung des anspruchsvollen Großprojekts benötigt werden. Konkrete Zahlen wurden freilich noch nicht genannt. Peter Weirich vom SPD Ortsverein freute sich in diesem Zusammenhang über mehrere bereits bepflanzte Hochbeete aus einer parteiinternen Spende, während Dieter Steinmaier lobende Worte über die Nutzer des benachbarten Anwesens fand. Diese versorgen den Schulgarten nicht nur mit Wasser, sondern werfen ein wachsames Auge auf die Anlage, die in der Vergangenheit auch schon von Vandalen heimgesucht wurde. Anerkennung gelte auch der „proWIN pro nature Stiftung“, von deren Fördermaßnahmen der Schulgarten profitieren konnte.

Auf das pädagogische Konzept des Schulgartens, auf existenziell wichtige Zusammenhänge zwischen Grundnahrungsmittel, Einsatz von Insektiziden  und Bienensterben gingen Landrat Sören Meng und Umwel-Staatssekretär Sebastian Thul im Näheren ein, während Ulrike Rothermel von einer überwiegend gute Resonanz des Schulgarten-Projekts bei allen beteiligten Schülerinnen und Schülern zu berichten wusste. „Viele der jungen Leute, die ihre handwerklichen und gärtnerischen Fähigkeiten hier praxisnahe entwickeln können, entdecken im Garten mittlerweile ein neues Hobby“, so die stellvertretende Schulleiterin.

 

Als Dreh- und Angelpunkt für den entscheidenden Durchbruch im jüngeren Entstehungsprozess hoben die beiden schulischen AG-Leiter Martha Langner und Erik Hoffritz eine Person besonders hervor. Dieter Simon, pädagogischer Leiter der Umweltorganisation „Waldritter-Südwest e.V.“, sei seit geraumer Zeit vor Ort und habe dem Schulgarten „teils mit schwerem Gerät“ zu den jetzt sehr gut sichtbaren Konturen verholfen.

Zum Abschluss ihres Besuches griffen die Besucher aus Landes- und Kommunalpolitik dann noch selbst zur Schippe, um die Schubkarren der emsigen Kids von der Schulgarten-AG mit Rindenmulch zu befüllen. Sozusagen ein symbolischer Fingerzeig dafür, dass in Teamarbeit alles besser funktioniert.

Bericht und Fotos Erich Hoffmann