Einen unerwartet starken Andrang erlebte die Alex-Deutsch-Schule bei ihrem Tag der offenen Tür. Im äußeren Rahmen eines stimmungsvollen Weihnachtsmarktes konnten dabei auch wichtige Details über das System der Ganztagsschule in Erfahrung gebracht werden.

Während Schulhund Hailey auf die vielen fremden Menschen eher etwas eingeschüchtert reagierte, freute sich die kommissarische Schulleiterin Ulrike Rothermel über den regen Zuspruch. Neben Kindern und Anverwandten des nächstjährigen Anmeldejahrganges nutzten auch viele ehemalige Schüler und Lehrer die Gelegenheit zu einem Besuch. Für Ulrike Rothermel ein deutliches Indiz, dass die familiäre Atmosphäre der Alex-Deutsch-Schule selbst in schwierigen Zeiten eine anziehende Wirkung entfaltet und Schwellenängste abbaut.

Neben einem zentralen Info-Stand rührten die einzelnen Klassen gemeinsam mit Lehrern und  engagierten Eltern an ihren jeweiligen Ständen tüchtig die Werbetrommel für ihre Schule. Kreative Spiele und ein faszinierendes Glücksrad, weihnachtliche Leckereien und wunderschöne Bastelgeschenke sowie eine liebevoll zusammengestellte Tombola waren an den beiden vorangegangenen Projekttagen vorbereitet bzw. aufgebaut worden. Geradezu sensationell die Spendenbereitschaft der Eltern an feinsten Kuchensorten, die in der neuen und einladenden Mensa über die Theke gingen. Wer es deftig wollte, konnte sich in der Schulküche mit einer köstlichen Gulaschsuppe „mit oder ohne Fleisch“ versorgen.

   

Immer wieder eng belagert präsentierte sich das Infoterminal, an dem Olaf Schley gemeinsam mit der Schülervertretung Auskunft über den Ablauf des Unterrichtstages gab. „Im Zuge der schrittweisen Umgestaltung zur Gebundenen Ganztagsschule versorgt unsere Einrichtung mittlerweile alle Klassen von fünf bis acht  mit Fachunterricht, Lernzeit und Freizeitangeboten bis in den späten Nachmittag hinein, ein schmackhaftes Mittagessen natürlich mit einbegriffen“, war vom stellvertretenden Schulleiter und didaktischen Leiter Schley am Rande zu vernehmen.

   

„Alle Sinne ansprechen“ lautete die Zielsetzung des Weihnachtsmarktes. Was die gesunde Ernährung betrifft, entboten selbstgemachter Salbei-Sirup und Quittengelee dabei sogar einen „kulinarischen Gruß“ aus dem eigenen Schulgarten, einem Herzens- und Vorzeigeprojekt von Schülern und Lehrern in Kooperation mit Landkreis, Stadt und Ortsrat Wellesweiler.

Für einen besonderen Hörgenuss sorgte Musikpädagoge Hans-Jürgen Geiger im Zusammenspiel mit seinen drei Referendarinnen und den Klassen 5a und 6b. Ein siebenköpfiges Lehrerensemble verzückte das Publikum zudem mit vier weihnachtlichen Instrumentalvorträgen.

   

Die Kinderchöre der beiden Klassen entführten das Publikum zunächst in die viel besungene „Weihnachtsbäckerei“, bevor dem noch viel berühmteren Komponisten Beethoven musikalisch gehuldigt wurde. „Freude schöner Götterfunken“ hallte es bei Wiedergabe der „heimlichen Europahymne“ durch den  vollbesetzten Musiksaal, wobei in Zeiten von weltweit fast 30 Kriegen die verheißungsvolle Passage „Alle Menschen werden Brüder“ Nachdenklichkeit und Hoffnungsschimmer zugleich erzeugte. Ein weiteres Liedstück zeichnete das nicht immer einfache Leben des großen Meisters nach, der thematisch erst vor Kurzem im Mittelpunkt des Musikunterrichtes stand.

Hans-Jürgen Geiger lobte ausdrücklich den Mut und die Arbeitsfreude seiner jungen Musikanten. „Die zahlreichen Übungseinheiten haben die unterschiedlichen Gruppen zu einem echten Team zusammengeschweißt“, zeigte sich der erfahrene Fachleiter für Musik hocherfreut über diesen so wichtigen Nebeneffekt eines rundum gelungenen Weihnachtsmarktes.

Bericht und Fotos Erich Hoffmann