Entdeckerwoche für die Klassen 9a und 9b – Eine Abschlussfahrt ins Land der Tulpen, Maler und Museen

Holland oder korrekter ausgedrückt die Niederlande lautete das Ziel der letzten gemeinsamen Reise, die zusammen mit den Klassenlehrern Andrea Kockler, Hans-Jürgen Geiger, Erich Hoffmann und Referendar Fabian Kärtner in den landschaftlich wunderschön gelegenen Freizeitpark Duinrell unweit der Nordseeküste unternommen wurde.

Das Bewohnen der kleinen Häuser in Vierer- oder Sechsergruppen stieß trotz räumlicher Enge auf großen Anklang bei den Teilnehmern. Was allerdings für den absoluten Kick sorgte, waren die vielen Action-Angebote und Attraktionen innerhalb des Parks mit all seinen prächtigen alten Bäumen und gepflegten Grünanlagen. Rasante Achterbahnfahrten, das Riesenrad oder ein Spaßbad mit gigantisch langen Wasserrutschen kletterten dabei in der Beliebtheitsskala ganz schnell nach oben.

Dass Holland nicht nur das Land prächtiger Tulpen und leckerer Käsesorten ist, erfuhren die Schüler im Verlauf zweier Tagesreisen in die Kulturhochburg und Hauptstadt Amsterdam sowie in die Hafenstadt Rotterdam. In Rotterdam beeindruckte ganz besonders die Rundfahrt im modernen Ausflugsschiff durch einen der weltgrößten Seehäfen. Sehr ernst wurde es in Amsterdam bei der Stadtführung durch das jüdische Viertel. Dort, wo Hitlers Gefolgsleute vor rund 80 Jahren völkerrechtswidrig eindrangen, die friedlich lebenden und bestens integrierten Juden verfolgten und viele von ihnen in die Gaskammern von Auschwitz oder zu anderen Orten des Schreckens deportierten. Zu ihren Opfern wird auch das Mädchen Anne Frank gerechnet, welches seine Empfindungen, Eindrücke und traumatischen Erlebnisse in dem weltbekannt gewordenen Tagebuch niederschrieb und verewigte. Abgesehen von diesem beklemmenden historischen Exkurs in ein düsteres und besonders unrühmliches Kapitel deutscher Geschichte (ein unbedingtes „Muss“ für jeden Alex-Deutsch-Schüler) präsentierte sich die niederländische Metropole den jungen Besuchern von der Saar als ein Ort pulsierender Lebensfreude. Unvergesslich für die Wellesweiler Schülerinnen und Schüler wird besonders das Wachsfigurenkabinett „Madame Tussauds“ bleiben, in dem lebensecht gestaltete Abbildungen prominenter Menschen aus Kino, Politik, Kultur mehr…

„Am Ende waren wir alle Sänger“ – Alex-Deutsch-Schulsprecherin Lisa Kolling ist jetzt auch Musikmentorin

Musikmentorin Lisa Kolling mit ihrem Lehrer Hans-Jürgen Geiger im Musikraum der Schule (Foto Erich Hoffmann)

Das große Finale des jüngsten Musikmentoren-Ausbildungsganges 2018/2019 fand kürzlich im Beisein vieler Gäste in der Ottweiler Landesakademie für musisch-kulturelle Bildung statt. Als eine von insgesamt 13 Absolventinnen erhielt auch die Schulsprecherin Lisa Kolling von der Alex-Deutsch-Schule eines der begehrten Zertifikate. Das Porträt einer vielseitig interessierten und begabten Neuntklässlerin eröffnet interessante Einblicke hinter die Kulissen!

Vor den Erfolg haben die Götter bekanntlich den Schweiß gesetzt. Dem feierlichen Abschluss vorausgegangen waren sechs Wochenend-Seminare mit insgesamt 96 Unterrichtseinheiten in Musikpraxis und Musiktheorie, darstellendem Spiel, Tanz, Probenmethodik, Chorpraxis, Stimm- und Gehörtraining, Rhetorik, Selbstmanagement, Planung und Organisation. Alleine schon die Aufzählung klingt nach viel Arbeit. „War es auch“, sagte Lisa Kolling hinterher. Aber der Unterricht mit den erfahrenen und hochkarätigen Musikprofis habe auch unheimlich viel Spaß gemacht, so dass die Belastung eher weniger spürbar wurde.

An Instrumenten während der Ausbildung kamen Saxophon, Klavier, Klarinette, Querflöte, E-Bass, und Schlagzeug zum Einsatz, während Lisa ihr „Sahne-Instrument“ Akkordeon bedienen durfte. Zwei weitere Teilnehmer waren auf Gesang spezialisiert. Die Stimme als natürlichstes und jederzeit verfügbares „Instrument“ gilt in der Ausbildung ganz offensichtlich als unverzichtbarer und gleichzeitig verbindender Baustein. Mit der Feststellung „Am Ende waren wir alle Sänger“, machte Lisa jedenfalls deutlich, wie sehr gerade der Chorgesang zu der hervorragend funktionierenden Gemeinschaft während der Ottweiler Seminartage beitrug.

„Das gute Verständnis untereinander äußerte sich vor allem auch darin, dass die Nächte von Freitag auf Samstag ziemlich kurz ausfielen“, räumte die Wellesweiler Neuntklässlerin mit einem verschmitzten Lächeln ein, ohne auf Details einzugehen. In der Tat gehören Musik, Frohsinn und Geselligkeit oft untrennbar zusammen und sind wohl deshalb allesamt wichtige Mosaiksteine im vielseitigen Ottweiler Ausbildungsprogramm, das in dieser Form mehr…